Menüleiste

Mittwoch, 22. Mai 2013

Stadtkarawane Leipzig - ein Must-do für Leipzig-Entdecker

Schon vor einiger Zeit hatte mich eine Freundin auf die Stadt Karawane in Leipzig aufmerksam gemacht und nun kürzlich hatte ich endlich einmal Zeit an einem Samstagnachmittag teilzunehmen. Aber was steckt nun hinter diesem Konzept. Auf der Homepage des Vereins Stadt Karawane e.V. beschreiben sie ihre Mission so: 

"Unser Ziel ist es euch Begegnungen zu ermöglichen, die im Alltag so nie stattfinden würden. Über gesellschaftliche Grenzen hinweg bekommt Ihr eine Idee von der kulturellen Vielfalt Leipzigs – und vielleicht ein paar neue Impulse für den Heimweg."

Und besser könnte ich den Nachmittag auch kaum zusammenfassen. In einer Gruppe von fünf Leuten machten wir uns auf zu Orten und Menschen in Leipzig, auf die wir wohl ohne den kleinen Anstupser niemals gestoßen wären. Ausgestattet mit einem kleinen Routenplan machten wir uns also zu drei Gastgebern auf, die uns bereits erwarteten. 

Bei unserem ersten Stopp besuchten wir Uwe, der als passionierter Waldorflehrer und Inhaber des Lokals Shakunda im Stern auf der Karli allerhand Geschichten zu Steinen, Schule, aber auch der bewegenden Wendezeit zu erzählen hatte. Wir klebten förmlich an seinen Lippen und erhielten dann noch eine Gratis-Kostprobe seiner Tätigkeit als Quantenphysiker. Im Shakunda fühlten wir uns alle direkt wohl und zogen die entspannte Atmosphäre in uns ein. 



Die zweite Station führte uns in den Stadtgarten Connewitz. Der Garten wird vom Verein Ökolöwe Umwelt Leipzig e.V. geführt und ist nicht nur eine frei zugängliche Rückzugsoase für gestresste Städtler. Die freiwilligen Mitarbeiter bieten hier auch ihr Wissen und ihre Erfahrung zum Thema "biologisches Anbauen" für jeden Interessierten an. Frank führte uns durch den Garten, berichtete vom Verein und der Entstehungsgeschichte des Gartens. Wir waren fasziniert mit welcher Leidenschaft hier das Ehrenamt betrieben wird und gleichermaßen traurig zu hören, dass der Garten immer wieder Vandalismus zum Opfer fällt. Umso bewundernswerter sind doch Menschen wie Frank, welche sich immer wieder bemühen, ein schönes Eckchen in Leipzig zu schaffen. Ein bisschen knuffig fand ich ihn schon, denn je mehr Fragen wir stellten und uns für seine Arbeit interessierten, umso offener und redseliger wurde er.






Der dritte und leider schon letzte Anlaufpunkt unseres Nachmittages befand sich in der Konradstraße: die Bunte Büchothek vom Weltoffen e.V. Alexandra und ihre zwei Männer oder sagen wir anderthalb Männer empfingen uns mit Kaffee und Äpfeln und berichteten von ihrer Idee Migrantenkindern auch die Möglichkeit zu bieten, Kinderbücher in ihrer Muttersprache lesen zu können. Hierfür gründeten sie die kleine, aber feine Bibliothek ausschließlich für Kind mit einer bereits sehr beachtlichen Sammlung an Büchern verschiedener Sprachen. Leider heißt es an dieser Stelle wieder einmal "mühsam ernährt sich das Eichhörnchen" und so ist die Bibliothek vor allem auf Spenden und Mitbringsel von Reisen angewiesen. Vielleicht könnte ja eure nächste gute Tat darin bestehen von der kommenden Auslandsreise ein Kinderbuch mitzubringen und es zu spenden oder da Projekt einfach nur weiter zu verbreiten. 


Die anfängliche Skepsis, ob man sich wohl in einer Stunde angesetzter Zeit pro "Station"genug zu erzählen hätte, verflog bereits beim ersten Zwischenstopp und so kann ich euch schon einmal vorab sagen, dass es wirklich ein Erlebnis wert ist. Auf der Homepage findet ihr die Daten dazu, wann die Stadtkarawanen stattfinden. In der Regel ist das an Samstagen der Fall. Meldet euch einfach dort über das Anmeldeformular an und los geht's!




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Keine Scheu, wir freuen uns über ein ehrlich gemeintes Kommentar von euch! Lob, Kritik, Anregungen, Grüße usw. sind jederzeit willkommen. Merci.

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...