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Dienstag, 15. Oktober 2013

Leipziger Köpfe: Cottonbox-Inhaber Kay-Uwe Lork



Da steht er da mit St.Eilen-Brille auf der Nase, kurzer Wollmütze auf dem Kopf, obligatorisch den Schal um den Hals geschlagen und lässig vom Strickjäckchen gewärmt. Die einen nennen es womöglich cooler Ostfriesen-Style, die anderen Leipzig-Hipster der alten Schule. Ich nenne es einen sympathischen, stylischen Typen mit einem ausgeprägten Hang zur Mode und der nötigen Leichtigkeit des Seins. An einem freien Dienstagmittag habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und in der Cottonbox vorbeigeschaut, um den Inhaber Kay-Uwe Lork kennen zu lernen. 






Irgendwie geistert sein Name und auch der Begriff Cottonbox überall in den Gesprächen mit Leipzigs Kreativen herum und so bot es sich an, mal zu schauen, wer sich denn eigentlich dahinter verbirgt. Der gebürtige Rostocker Kay ging 1996 nach dem - Grafik/ Design und eben irgendwas mit Farben, Formen und Werbung – Studium in Hamburg direkt nach Dresden und eröffnete dort einen Skatershop mit dem einladenden Namen „Fuck You Too“. 2005 verschlug es ihn dann samt seines Stores nach Leipzig. Um nicht als „Skater-Opi“ zu enden (an dieser Stelle sei Kay selbst als Quelle dieser Bezeichnung genannt, niemals würden wir uns zu so einer altersumschmeichelnden Benennung hinreißen lassen), entwickelte Kay 2009 ein neues Shop-Konzept: die CottonBox.









Zunächst stark von Streetwear geprägt, entwickelte sich der Store mit der Zeit zu einer DER Adressen für coole, skandinavische Mode und Labels für Sie und Ihn in Leipzig. Heute findet ihr dort Labels wie SOPOPULAR, HAN KOBJENHAVN, SANDQVIST und viele weitere. Seit kurzem ist auch eine Auswahl der Nagellacke von DEBORAH LIPPMANN dazugekommen, das Nonplusultra in Sachen Nagelbemalung, zumindest wenn es nach Mikk von tragbarmodedesign.blogspot.de geht. Die Lacke erhaltet ihr normalerweise nur in ausgewählten Shops, die ausschließlich Beauty-Produkte anbieten. Soso.

Ich frage ihn, wo er denn mit der CottonBox und seinen Projekten hin möchte und direkt in Verbindung damit kommen wir auf das Thema „die Leipziger und die Mode“ zu sprechen. Er stellt fest: die Leipziger sind sehr innovativ und wagen recht viel. Ich sehe auch oft sehr gut angezogene Leute.

Dennoch hält er den Hype, der zur Zeit um Leipzig – auch in Sachen Mode – entsteht für übertrieben. Kay bemängelt den Mut der Leipziger auch mal Farbe zu bekennen und einen Stilmix zu wagen. Dieser Umstand macht es schwer für ihn frische, aufstrebende und internationale Labels einfach einmal auszuprobieren. Denn am Ende des Tages müssen die Sachen auch gekauft werden. Im Moment heißt es da eher: „Das eine ist, was man will und das andere ist, was man kann.“ Und so tobt er sich weiter auf der Spielwiese Leipzig aus - zwar als Vorreiter in Sachen Trendgespür und mit reichlich Pionierstatus wenn es zu skandinavischen Labels kommt, muss sich aber hier und da bremsen. Irgendwie habe ich auch die ganze Zeit das Gefühl, dieser Mann hat irgendeine Vision, quasi einen Masterplan, aber verraten wollte er ihn mir noch nicht. Kennt ihr nicht auch solche Menschen? Wir bleiben auf jeden Fall dran und freuen uns auf weitere Projekte von Kay und seiner tollkühnen CottonBox-Crew.

Hier geht's weiter im Text: *klick*








Die Leipziger Kreativ-Szene hält er für sehr groß und gut. Problematisch sei nur, dass immer noch sehr viele Wirkende nicht voneinander wissen. Eine stärkere Vernetzung sei von Nöten. Kay geht dabei selbst mit gutem Beispiel voran: seit 2011 kommt es fortlaufend zu Kooperationen mit Fotografen und Künstlern, welche ihre Bilder in der CottonBox ausstellen können. Kay nutzt hierfür sein Netzwerk und organisiert Ausstellungseröffnungen mit entsprechend medialem Support. Und ganz nebenbei erhält der Store quasi alle paar Monate einen neuen, interessanten „Anstrich“.





Natürlich musste ich die obligatorische Frage der Lieblingsplätze und –orte in Leipzig stellen. Auf diese Frage hält Kay es mit der Diplomatie. So richtig kann ich ihm keine Entscheidung entlocken. Irgendwie mag er hier alles, geht je nach Lust und Laune am Liebsten auf der Karli essen und mag, dass es in der Stadt so viele Grünflächen und Parks gibt, die einem den Luxus bieten für ein lässiges Picknick nicht erst raus fahren zu müssen. Ein Ort, an dem er gern mal für einen Kaffee halt macht, rückt er dann noch heraus: das Café Kafic, das Café der Galerie für Zeitgenössische Kunst gehört auch zu unseren bevorzugten „Chill Areas“.

Und welche Labels sind für ihn gerade super interessant?
Für die Herren nennt er HAN KJOBENHAVN und SOULLAND. Die Damen würde er gern mehr in HENRIK VIBSKOV und MBYM sehen.






Uns interessiert natürlich auch, auf welchen Blogs er sich denn so rumtreibt: irgendwie auf vielen, heißt es dazu. Am Ende verrät Kay mir aber dann doch noch, dass er HIGHSNOBIETY besonders gern mag. Na das schauen wir uns doch mal an.

Wie es sich für die Cottonbox gehört, wird im Rahmen der Designers' Open am 25.10.2013 eine Modenschau im großen Stil im Künstlerhaus Held stattfinden. Leipzig darf gespannt sein. Und ab 21:00 Uhr in eine Welt von Lichtinstallation, guter Musik, interessanten Typen und toller Mode eintauchen.




Die Cottonbox findet ihr in der Kochstr. 10 | Montag bis Freitag könnt ihr von 14:00 bis 20:00 Uhr und Samstag von 12:00 bis 18:00 Uhr in eine Welt aus Stil, Kunst, skandinavischem Design und interessanten Menschen - inklusive Kay-Uwe - eintauchen.

Kommentare:

  1. Sehr cool! Ich war noch nie in Leipzig :(

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  2. Dankeschön :) und sie etwas geworden? :)
    Lg Ronja

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  3. Schicke Sachen! :)
    Kisses
    Tabea

    http://wolkedrei.blogspot.de/

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