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Dienstag, 25. Februar 2014

Leipziger Köpfe: Robert Strehler | Fotograf


Es gibt Menschen, die sind ganz sympathisch und so und es gibt Roberts. Dieser hier ist ein dufter Typ zum Pferde stehlen, Leipziger Straßenfeste unsicher machen, Sinnieren und Träumen, auf der Karli rumhängen und Pläne schmieden. Ihr erkennt ihn an Hut und Kamera in der Hand. Denn fotografieren kann er auch. Und das sogar sehr gut. Was es sonst mit diesem Leipziger Kopf und sehr geschätztem Freund auf sich hat, lest ihr in unserem kleinen aber feinen Interview. 







Hallo lieber Robert, stell dich doch einfach mal in ein paar Worten vor.
Ich werde bald 27, bin gelernter Veranstaltungskaufmann aus Aschersleben und hab bis vor 2 Jahren meine Fotografie stiefmütterlich behandelt. Das ändert sich gerade und nun gebe ich mein erstes Interview.   

Du bist ja noch im Anfang deiner fotografischen Laufbahn. Würdest du sagen, du hast deinen fotografischen Stil schon gefunden und wie schaut der aus?
Das mit dem Stil ist wohl die Gretchenfrage. Ich denke man erkennt meine Handschrift auf meinen Bildern. Allerdings hab ich dafür mehr als 10 Jahre gebraucht. Wenn ich heute auf meine Bilder schaue, dann weiß ich, dass es ein Entwicklungsprozess ist, der wahrscheinlich nie enden wird. Ich versuche immer dem Bild eine Geschichte zu geben oder es für sich sprechen zu lassen. Am Ende muss man sagen können: „Es ist ein Bild von Robert!“ Wenn man das als Stil bezeichnen kann, dann ist das wohl meiner. 

Hinter jedem Bild steckt ja eine Geschichte über das Zustandekommen, seine Bedeutung oder ähnliches. Was steckt hinter deinem Lieblingsbild? 
Mein Lieblingsbild ist in New York entstanden. Ich habe mir letztes Jahr einen Traum erfüllt und bin mit einem guten Freund in diese unglaubliche Stadt gereist. Wir sind eine Woche lang herumgewandert und haben dieses Eine Bild in der Grand Central Station gemacht. Ich denke, dieses Motiv wurde schon X-Millionen mal geknipst. Aber dieser Moment und die Atmosphäre unserer Reise geben dem Bild meinen Favoritenstatus.   




Gibt es etwas Grundsätzliches, dass du Hobbyfotografen empfehlen würdest?
Steffen Böttcher „Abenteuer Fotografie“. Das für mich beste Buch zu dem Thema. 

Du bist ja auch ein zugezogener Leipzig-Liebhaber. Was schätzt du denn an Leipzig besonders?
Leipzig ist für mich weltlich, ländlich und normal nicht-normal zugleich. Ich denke genau diese Mischung macht es für mich so lebens- und liebenswert. 

Was ist dein Lieblingsort und warum?
Die Brandvorwerkstraße. Einfach weil es meine Hood ist. 

Wenn du Wochenendbesuch bekommst, was schaut ihr euch dann an oder was empfiehlst du Freunden, sich anzusehen bzw. zu unternehmen?
Ich empfehle eine Stadtrundfahrt mit dem Boot oder mit dem Bus! Je nachdem wer vorbeikommt: Sport, Konzert oder Kneipenkultur! Davon bietet Leipzig eine Menge.




Wärest du Bürgermeister, was würdest ändern oder verbessern?
Ich glaube, ich kann mich mit dem Karli-Umbau nicht richtig identifizieren. 

Bekannter weise trägst du (immer) gern Hut. Dahinter ließe sich ja glatt ein persönlicher Modetipp vermuten. Welche Rolle spielt Mode eigentlich für dich?
Oha, wenn das meine Freundin liest. Eigentlich keine wichtige. Aber ich musste mich jetzt von löchrigen T-Shirts trennen und mir Kritiken zu diversen farblichen Outfitzusammenstellungen anhören. Ich denke modisch bin ich schlicht  unterwegs und der Hut gehört mittlerweile zu mir. Am Anfang wollte ich nur meine Geheimratsecken ein wenig vertuschen. Jetzt trage ich ihn, weil ich ihn gern trage.

Welche Rolle spielt die Kleidung oder vielleicht die Verkleidung bei deinen Fotos?
Bisher noch keine so große. Aber das mag ich gern ändern. Mit inszenierten Bildern habe ich mich aus Zeitgründen noch nicht so beschäftigen können. 

Würdest du uns eine Modesünde aus deiner Jugend gestehen? 
Neopren-Jacke, Baggy-Hosen und Brett-Vogel-Nest-Haarspray-Frisur. Dieses Outfit liegt schon eine ganze Weile zurück. ZUM GLÜCK.

Stell dir vor, die gute Fee kommt vorbei und du darfst dir drei Leute aussuchen, die mal vor deiner Linse stehen sollten. Wen würdest du wählen und warum?
- Steffen Böttcher (Mein Lieblingsfotograf, damit er anschließend mein Bild auseinander nehmen kann)
- Franck Ribéry (Einfach weil er authentischer Typ und Riesensportler ist)
- Mich mit Vogel-Nest-Haarspray-Frisur 

Und was steht demnächst so an?
Demnächst stehen drei kleine Reisen an. Lissabon, Nordholland und Istanbul. Da ich gern und viel unterwegs bin, versuche ich sooft es geht zu verreisen.




Danke für das Interview - und wo finden wir dich noch im Netz?
Sehr gern. Momentan basteln wir noch an der Seite robertstrehler.de! Das soll mal die Basis werden und geht hoffentlich im März oder April online. Sonst blogge ich auf unterwegs-gesehen.de und bin ein fleißiger Facebookmensch




Kommentare:

  1. tolles interview und toller fotograf :) ich liebe das new york bild!!!

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  2. Tolles Interview und man erkennt Dich nicht nur in Deinen Fotos wieder.;-)

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