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Mittwoch, 9. November 2016

Costa Rica - Allein wegen Pura Vida eine Reise wert

Ohje, so viele Fotos und ich würde euch am liebsten alle zeigen. Nun gibt es hier eine kleine Auswahl und ein paar ausgewählte Eindrücke.
Das allgegenwärtige Motto in Costa Rica lautet "Pura Vida". Zu Beginn der Reise können die meisten wahrscheinlich nicht so wirklich etwas mit diesem Ausspruch anfangen, aber glaubt mir, das ging ganz schnell und dann war jeder zweite Satz der Reisegruppe Pura Vida. Das pure Leben, das wird in Costa Rica wirklich wörtlich genommen. Alles nicht so ernst nehmen, immer schön mit der Ruhe und überhaupt, warum nicht einfach alles sehr locker sehen?! Quasi der perfekte Ort, um selbst auch einmal abzuschalten und ein kleines Land mit wahnsinnig vielen landschaftlichen Facetten zu entdecken.

Pura Vida




Flora & Fauna

Also allzu zimperlich und nicht gut zu Fuß sollte der interessierte Costa Rica-Urlauber nicht sein. Allerhand Krabbeltierchen begegnen einem nahezu täglich. Vom Faultier über Spinnen jeglicher Art bis hin zu Wildpferden und Kühen unter Palmen. In Costa Rica findet man eine Tiervielfalt, die ich so noch nicht erlebt habe. Fakt ist natürlich, dass es sich bei der ein oder anderen Wanderung auf jeden Fall lohnt, einen Guide zu buchen. Gerade an den kleinen Tierchen - klein, aber oho wie Giftschlangen und anderes Getier - wären oder sind wir bestimmt sehr oft blindlings vorbei gelaufen.

Wir haben das volle Programm durchgezogen inklusive Regenwald, Vulkan, Karibische Küste und Pazifische Küste. Man sieht hunderte verschiedene Grüntöne, Pflanzen und Bäume in ungekannten Größen und tolle Strände. In Costa Rica gibt es zahlreiche zum Großteil inaktive Vulkane. Diese sind nicht nur toll für Besichtigungen geeignet, sondern sorgen auch dafür dass sich in den umliegenden Gebieten meist zahlreiche heiße Quellen befinden. Erholung pur nach dem ein oder anderen Wandertag. Eine gute Sache. Viele Aktivitäten und Attraktionen sind mit einer kleinen Wanderung verbunden. Wenn die Reise, wie in unserem Fall, mitten in der Regenzeit liegt, kann es auch sein, dass der ein oder andere Wanderpfad auch mal schlammig oder weggespült ist. Feste Schuhe und ein klein wenig Begeisterung fürs Wandern im Allgemeinen solltet ihr also mitbringen. Dann werdet ihr den Regenwald wirklich als wahnsinnig faszinierend und so facettenreich empfinden. Und dann gibt es eben zur Abwechslung auch noch Strände, Surfer-Örtchen und chillige Orte. Das Einzige, auf was ich wirklich verzichten könnte, waren die Mücken. Die gab es überall im Land und sie fanden meinen Geruch wohl besonders super. Die kleinen Biester.

Wir haben folgende Parks und Orte besucht und hatten überall eine tolle Zeit: Nationalpark Tortuguero, Mistico Arenal Hanging Bridges Park, Rio Celeste Tenerio Nationalpark und Nationalpark Manuel Antonio.








Essen

Reis und Bohnen. Reis und Bohnen. Reis und Bohnen. Vielleicht mal ein paar Kochbananen. Haha. Also wenn es nach den Costa Ricanern geht, gibt es morgens, mittags, abends Reis und Bohnen. Und an sich schmeckt das Ganze auch wirklich gut. Hühnchen und Fisch werden schließlich auch noch mit ins Geschehen gebracht. Ab einem gewissen Punkt freut man sich nur über die ein oder andere Alternative. Eine Sache ist aber wirklich traumhaft: der Zugang zu Mangos, Bananen, Litschis und Co. ist super easy und so ist jedes Frühstück mit einer frischen Vitaminsammlung verbunden. Essen gehen ist in Costa Rica eine sehr übliche Sache, ähnlich, wie man das aus den USA kennt. Ich war aber tatsächlich überrascht, dass die Preise ähnlich sind, wie wenn wir bei uns Essen gehen. Nicht in einem fancy Restaurant, aber in einer soliden Kneipe. Überrascht hat mich das einfach im Verhältnis zu den durchschnittlichen Gehaltsstrukturen im Land. 

Costa Rica ist das Land des Kaffees und so startete jeder Tag mit einem durch so ein Wohlsöckchen laufendes Gebräu. Der Kaffee ist wirklich lecker und mild. Übrigens haben wir so ziemlich überall gegessen und getrunken und hatten überhaupt keine Probleme mit der Verträglichkeit. Typisch deutsch hatten wir die Reiseapotheke mit Medikamenten für Verdauungsprobleme, Magenschmerzen usw. gespickt und alles unangefasst wieder nach Hause genommen. 



Unterkünfte

Wir haben für 2 Wochen alle Unterkünfte vorher gebucht. Wenn man, wie wir in der Nebensaison verreist, ist es bestimmt auch möglich, sich dann vor Ort etwas zu suchen. Da wir jedoch so viel unterwegs waren und meist nach 2 Nächten weitergereist sind, hätte ich es als Stress empfunden, alle zwei Tage nach einem neuen Hotel zu suchen. Unsere Unterkünfte bestanden aus einem Mix aus einfachen Hotels über booking.com und Airbnb-Buchungen. Vor allem letztere fand ich wieder einmal überzeugend. Die Unterkünfte entsprachen zu 100 % den Beschreibungen und Bewertungen. Das Schöne dabei war einfach, dass man i.R. eine gut ausgestattete Küche vorfindet und sich auch einmal selbst verpflegen kann.

Eines der Highlights über Airbnb war das Baumhaus im Areal der Bio Thermales Hot Springs. Hier wurdest du nicht nur von den Bewohnern des Regenwaldes geweckt, sondern man konnte auch nach Schließung des Parks abends noch unter dem Sternenhimmel in den heißen Quellen baden.



Must-See

Also Grundsätzlich gibt es wahnsinnig viel zu sehen, viele Touren zu machen und coole Aktivitäten, wie bspw. Wild Water Rafting und Canopy. Daran kommt man als Costa Rica-Besucher auch nicht vorbei und hat sehr leichten Zugang. Zwei Ausflugsziele, die dir vielleicht nicht zwingend unter die Nase gerieben werden, fand ich jedoch besonders toll. Zum einen ist das der Rio Celeste Tenerio Nationalpark. Nach einer Wanderung von ca. 45 Minuten erreicht man diesen Wasserfall und Anblick auf unwirklich türkis wirkendes blaues Wasser. Einfach cool. Auf dem Weg sind wir auch einem Faultier begegnet und allerhand Pflanzen und anderen Krabbeltierchen.

Als Zweites würde ich euch gern die Besichtigung einer Ananas-Farm empfehlen. Wir haben die Organic Pineapple Tour gemacht. Das war eher eine Zufallsentdeckung und ich weiß nicht genau, ob es noch viele weitere solcher Touren gibt. Diese kann ich in jedem Fall empfehlen. Ziemlich unerwartet hatten wir ziemlich viel Spaß dabei und haben sehr viel gelernt. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich hatte zuvor nicht einmal eine Vorstellung darüber, ob so eine Ananas nun an einem Baum hängt, im Boden steckt oder wie die Dinger überhaupt wachsen. Demnach gab es den ein oder anderen Aha-Effekt. Bildungsreise olé.




Und sonst so?!

Wir sind in zwei Wochen in etwa 1.300 km gefahren, um möglichst viel zu sehen. Die Route habe ich euch unten einmal nach gestellt. Wir haben an jedem Ort 1-3 Nächte verbracht und das war meist völlig in Ordnung und ausreichend. Das Fahren ist auf jeden Fall abenteuerlich und ohne Allrad eigentlich kaum machbar. Zur Orientierung haben wir Apps, wie "Here", genutzt, die auch Offline super funktioniert haben.

Die Sonne geht circa 5:00 Uhr auf, d.h. um diese Zeit stehen auch all die Tierchen im Regenwald auf. Durch den Geräuschpegel und sicherlich auch durch die Zeitumstellung ist es kein Problem, sehr zeitig aufzustehen und in das nächste Abenteuer zu starten. Die Sonne geht gegen 17:00 Uhr unter und so landet man meist ziemlich kaputt gegen 21:00 Uhr im Bett. Für die großen Partyhengste ist dieser Urlaub also nichts. Ich verspreche euch aber, Costa Rica ist es wert!

So, das war nun ein kurzer, komprimierter Einblick. Stellt gern eure Fragen, wenn ihr auch einen Trip ins Land des Pura Vida plant!


Coffee Tours werden fast überall angeboten und gehören zu einem Costa Rica Urlaub einfach dazu.


Quelle: Google Maps; nach Tortuguero muss man ab einem gewissen Punkt mit dem Boot weiterfahren



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