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Dienstag, 29. November 2016

L'Osteria - kennste schon, kennste wirklich?!


Ziemlich gefreut habe ich mich schon vor ca. 3 Jahren als die Nachricht die Runde machte, dass nun auch bald in Leipzig eine L'Osteria eröffnet werden würde. Überzeugt werden musste ich eigentlich nicht mehr, denn aus meiner Studentenzeit in Baden Württemberg kannte ich das Konzept und vor allem das leckere Essen bereits. Das ist ja immer das Gute an so einer System-Gastronomie. Theoretisch hast du in jedem Lokal der Kette die gleiche Auswahl und das gleiche System. Das könnte man nun langweilig finden, es bedeutet aber eben auch, die gleiche Qualität, die gleichen - in diesem Fall frischen - Produkte und den gleichen Anspruch, die Marke so gut es nur geht zu repräsentieren. Sollten wir uns also vielleicht von dem noch mit einem Fast-Food-orientiertem Beigeschmack der Bezeichnung System-Gatronomie verabschieden und uns auf die Definition "Gastronomie mit System" einigen? Mein kleiner Besuch in der L'Osteria in Leipzig hat mir genau das ganz gut verdeutlicht.

Viele von euch waren bestimmt auch schon einmal in einer L'Osteria zu Gast. Mittlerweile ist das, was als kleines Lokal 1999 in Nürnberg gegründet wurde, ein großes Franchise-Unternehmen inklusive eigener Pasta-Manufaktur. Und trotz zentral gesteuerter Prozesse und Produktvorgaben, erscheint doch jedes Restaurant nicht nur in seinem Look, sondern auch im Umgang mit individuellen Wünschen und der Stimmung unter den Mitarbeitern sein eigenes Flair zu haben. Auch in Leipzig hat sich die Truppe nun nach mehr als zwei Jahren eingegroovt und macht auf mich einen herzlichen und entspannten Eindruck. Zeitdruck und Stress gibt es mit Sicherheit, wenn die vielen, eng beieinander liegenden Tische zu den Abendstunden alle belegt ist. Aber mir scheint, als bringe hier niemanden so schnell etwas aus der Ruhe. Und ein volles Haus ist eine gute Sache, die sich hier nach und nach erarbeitet wurde. Denn zweifelsfrei ist das neu erbaute Gebäude am Martin-Luther-Ring 12 keine Adresse an der Passanten und Touris einfach mal so vorbei laufen. Man muss schon gezielt suchen und finden. Und das machen mittlerweile so einige.







Die vielen Tische und Stühle auf engstem Raum, die Atmosphäre, die im voll belegten Lokal entsteht - das alles ist übrigens kein Zufall, sondern genau so gewollt. Klar, für das erste Date oder die Verhandlung beim Mittagessen sollten wir uns vielleicht an ruhiger Orte begeben. Aber anderweitig gibt es keinen Grund, dieses "Leben in der Bude" in irgendeiner Art und Weise verhindern zu wollen. Und ist euch schon einmal aufgefallen, dass vorwiegend lateinamerikanische Musik in einer jeden L'Osteria zu hören ist?! Mir vorher nicht so richtig. Oder ich habe einfach nicht darüber nachgedacht. Ist aber tatsächlich so und hängt, wie so oft im Leben, mit einer Liebe zusammen, der Liebe des Gründers zu einer Brasilianerin, die auch als Kellnerin im Laden arbeitete.








Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber weil ich gerade die Pizzen so lecker finde, muss ich doch zugeben, dass ich die Wochenkarten beim Besuch einer L'Osteria in der Regel links liegen lasse. Da wären wir wieder beim Thema "man weiß, was man hat". Bei meinem kleinen Einblick hinter die Kulissen wurde ich vom Chef höchstpersönlich dazu angeregt, doch einmal etwas Ungewöhnliches von der Wochenkarte zu probieren. Teigtaschen mit Kürbis-Amarettinifüllung in zerlassener Salbeibutter. Die Kalorienzähler müssen da sicher ganz stark sein und generell hätte ich dieses Gericht wahrscheinlich nie selbst bestellt, da ich mir die Kombi einfach geschmacklich nicht vorstellen konnte. Ich wurde eines besseren belehrt und war ziemlich begeistert von der Kombination aus süß und salzig. Yummie. Die Produktentwickler machen ihren Job nicht schlecht und haben in mir auch so ein wenig den Willen ausgelöst, beim nächsten Besuch etwas experimentierfreudiger zu sein. 

Jeder, der schon einmal in einer italienischen oder französischen Großstadt war, der kennt das: Bistro-Tische eng zusammen gestellt, Wein aus einfachen Glasbechern, hauchdünne Pizzen ... es hat alles einen eben solchen Flair und doch herrscht ein gewisses Selbstverständnis mit der deutschen Gründlichkeit zu arbeiten und sich nicht in eine Rolle zu begeben, sondern einfach man selbst zu sein. Ganz nach dem Motto: 

Wir sind keine Italiener und das versuchen wir auch nicht zu sein. 
Aber wir machen eine scheiß-geile Pizza. 







Leckere Drinks gehören natürlich auch dazu und so gibt's derzeit das ein oder andere Winterspecial mit ordentlich Bums. So eine Limo mit Basilikum ist zu jeder Jahreszeit der Kracher. 

Zu guter letzt verrate ich euch noch etwas, was mir gänzlich neu war: seit kurzem kann man bei Foodora.de auch Pizza & Co. von der L'Osteria bestellen. Da es sich im Moment noch um ein langsames Herantesten handelt, ist der Lieferumkreis noch nicht allzu groß, aber wer weiß, wo das noch hinführt.

Ich hoffe, ich habe euch nun nicht allzu hungrig gemacht. Aber wenn doch, schnappt euch das Rad, Auto oder Bahnticket und überzeugt euch einfach selbst. Oder schaut bei eurem nächsten Leipzig-Besuch einfach einmal vorbei. Nur das schlechte Gewissen gegenüber der Waage solltet ihr vor der Tür lassen, das hat da drin wahrlich nichts zu suchen. 




*Dieser Beitrag entstand im Zuge einer Einladung für einen persönlichen Blick hinter die Kulissen der L'Osteria in Leipzig. Meine Meinung und Erfahrungen werden dadurch jedoch nicht beeinflusst. 


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