Menüleiste

Donnerstag, 18. Mai 2017

Kefir selbst machen - bei Laktoseintoleranz

Vor kurzem haben mir meine Kumpis Thomas und Franzi einen Teil ihrer Kefirpilzkultur überlassen. Danke nochmal an dieser Stelle. Was für ein Glück, denn seitdem wird bei uns fleißig eigener Kefir hergestellt und verputzt. Aufgrund meiner Unverträglichkeit von Milchprodukten war ich beim ersten Probieren schon etwas skeptisch, denn angesetzt wird der Kefir mit "normaler" H-Milch. Das kann ja spannend werden, dachte ich mir. Aber tatsächlich wird im Reifeprozess der Milchzucker komplett in Milchsäure umgewandelt, was die Sache auch für mich verträglich macht. Eine feine Sache, die mittlerweile den laktose-freien Joghurt o.ä. ersetzt. Ist ja auch nicht immer ganz billig, das Zeug. Neben dem morgendlichen Smoothie lassen sich auch super easy und lecker Sonntags-Pancakes oder Eis-am-Stiel damit herstellen. Und gesund ist das säuerliche Gebräu auch noch. Insbesondere für den Blutdruck und verschiedene Verdauungsprobleme soll Kefir eine gute Ergänzung zur verträglichen Ernährung sein.




Und wir funktioniert das nun dem Ansetzen des Kefir? Einen Kefir-Pilz bekommt ihr relativ problemlos in diesem Internet. Der Pilz wird zusammen mit Milch in einem Plastik- oder Glasgefäß aufbewahrt und luftdicht verschlossen. Ich habe jetzt H-Milch mit 1,5 % verwendet. Auch die Verwendung von Milch mit einem höheren Fettgehalt ist denkbar. Selbst frische Milch könntet ihr verwenden. Diese solltet ihr jedoch vorher einmal aufkochen und abkühlen lassen um Keimbildung zu vermeiden.



Das Gemisch stellt ihr nun am Besten in eine hintere Ecke im Küchenschrank, denn es sollte nun bei Zimmertemperatur 2-3 Tage im Dunkeln lagern. Nach Ablauf der Zeit gießt ihr den Kefir durch ein Plastiksieb und spült anschließend die Kefirpilze mit lauwarmem Wasser ab. Und dann beginnt das Spiel von vorn. Der frische Kefir hält sich im Kühlschrank ca. 2-3 Tage. 




Warum spricht sie eigentlich die ganze Zeit von Plastik? Ihr solltet die Kefir-Pilze auf keinen Fall mit Metall in Verbindung bringen. Diese könnte den Pilz und somit seine Wirkung zerstören. 

Und wenn man jetzt mal im Urlaub ist oder eine Kefir-Pause braucht? Da gibt es wohl verschiedene Ansätze. Ich denke, ich werde einmal probieren, den Pilz mit etwas Milch einzufrieren. Erscheint mir sinnvoll. Und natürlich das Teilen mit Freunden. So schafft man sich wieder eine neue Pilz-Quelle.

Nach den ersten zwei Wochen mit diesem Gebräu kann ich das nun wirklich ruhigen Gewissens weiterempfehlen, solltet ihr ab und zu Lust auf Milchprodukte haben unabhängig, ob ihr Laktose vertragt oder nicht. Aber insbesondere die, die das nicht tun, sollten sich einfach einmal mit dieser tollen Alternative zu Minus-L und Co. vertraut machen. Ich muss dazu sagen, dass ich vorher nie Kefir aus dem Supermarkt zu mir genommen habe. Ich kann also weder im Bezug auf Geschmack noch auf die Konsistenz einen Vergleich ziehen. Ich kann euch nur sagen, dass ich es lecker finde, wenn ich es mit anderen Zutaten vermische und das Bäuchlein super gut damit klarkommt. Was willste mehr :)


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Keine Scheu, wir freuen uns über ein ehrlich gemeintes Kommentar von euch! Lob, Kritik, Anregungen, Grüße usw. sind jederzeit willkommen. Merci.

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...