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Samstag, 24. August 2013

Making-of, Gedanken zur Bloglandschaft und eure Meinung I Wochenend-Geplauder


Vor zwei Wochen sind wir noch gemeinsam durch Leipzig gebummelt und haben nach ein paar Locations für einen gemeinsamen Outfit Shoot mit Laura von L.E.Catwalk gesucht. Wie das so ist, wenn man mit anderen Bloggern zusammentrifft, man spricht natürlich übers Bloggen. So auch an dem besagten Samstagabend in Plagwitzer Idylle. 

Was mir dabei immer wieder auffällt, ist das ich oft negativ über das Bloggen sprechen, was eigentlich seltsam ist, denn im Grunde machen wir uns die Arbeit ja aus freien Stücken und aus keinem anderen Grund als aus Leidenschaft. Gleichzeitig ist das "Business", wenn man es mal so nennen mag, auch ein wenig frustrierend. Es gibt Blogger, die stecken so viel Herzblut und Zeit in aufwendig fotografierte Tipps, tolle Texte, Bastelanleitungen oder grandios bebilderte Rezepte und dann gibt es wieder andere, die schreiben drei Zeilen, stellen sich vor die Schlafzimmerwand und machen spitze Lippen für die Kamera. Das allein ist ja noch gar kein Grund zum Ummut, sondern die Tatsache, dass die Qualität eines Beitrags häufig (scheinbar) nicht in Zusammenhang mit der Aufmerksamkeit steht, die er erfährt

Wenn man so weit ausholt, stellt sich natürlich die Frage, was die Währung für den Erfolg eines Blogs ist. Meiner Meinung nach kommt da an erster Stelle eine große Leserschaft und eine lebendige Kommentarkultur. Wer mag schon in die Leere kommunizieren? Aber mal Butter bei die Fische, natürlich sind auch lukrative Sponsoringangebote, Werbegeschenke und Eventeinladungen als Anerkennung zu verstehen. Klar, mit dem Bloggen lässt sich auch Geld verdienen! Und wenn ich immer wieder auf kleinere, liebevoll gestaltete Blogs stoße, die zum Teil mit semi-professioneller Ausstattung tolle DIYs präsentieren und damit am Ende 3 Kommentare einheimsen und wieder andere ein Foto von ihrem Zara Einkauf hochladen, in Wollpulli, Jeans und Heels schlüpfen (die sie natürlich nur kurz für die Fotos tragen) und das als super gewagt und modisch verkaufen oder noch schnell die Cupcake Fotos des letzten Bloggerevents hochladen, dann finde ich das einfach nicht verhältnismäßig. Jetzt schreien gleich wieder alle "Pah, du bist ja nur neidisch". Ja, vielleicht ist das ja so, aber zu aller erst finde ich es einfach nur seltsam. 

In den paar Interviews, die wir schon mal hatten, wurden wir immer nach einem Erfolgsrezept fürs Bloggen gefragt. Ganz ehrlich Leute, es gibt keines! Klar authentisch zu bleiben, ist Grundvoraussetzung. Jeder andere Algorithmus erschließt sich mir nicht. >>>Hier geht es weiter im Text

Es gibt in dieser ach so freien Blogger-Internet-Welt in der ja jeder was sagen und schreiben und sich selbst verwirklichen darf, am Ende nur eine ziemlich kleine Gruppe aus Bloggern, die einfach omni-präsent sind. Vielleicht ist unsere Sicht auf das Ganze auch einfach viel zu extrem, weil wir täglich Unmengen an Blogs konsumieren und das natürlich auch freiwillig und nicht weil uns jemand zwingt.

Diese Diskrepanzen zwischen der riesigen Bloggerwelt und dem kleinen Mikrokosmos, aus Sicht der Marketer "erfolgreicher Blogger", hat auch die Plattform Blogfieber erkannt. Hier kann man seine Blogpost verlinken und gegen andere ins Voting schicken. Weil nicht die Redaktion votet, sondern die Leser selbst, man außerdem gezwungen ist, sich jeden Blogbeitrag anzusehen bevor man seine Stimme abgeben darf, hebt sich das Konzept - für uns - deutlich von bisherigen Netzwerken ab. 

Auch unser Bauchgefühl hat uns schon oft getäuscht. Posts an denen wir stundenlang saßen und uns ganz sicher waren, dass sie auf jeder Fall der Knaller werden, blieben bei euch eher unbeachtete, andere wurden dafür rege diskutiert. Die einzige Lösung: Ihr seid gefragt! Wir freuen uns über nichts lieber als ehrliche Kritik, positiv oder negativ. Wenn ihr Postwünsche habt, her damit. Voran geht's nur gemeinsam.