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Samstag, 4. Januar 2014

Das Hobby - Fluch und Segen | Wochenend-Geplauder


Seid ihr mit einem Hobby aufgewachsen? Für die Einen bedeutet ein Hobby zu haben, etwas gern zu tun, für mich bedeutet es vielmehr etwas auch regelmäßig gern zu tun. Was Sportarten betrifft, habe ich einiges ausprobiert und bin schließlich in meiner jetzigen Tanzgruppe gelandet. Seit über 12 Jahren halte ich es mit dieser Bande aus und komme nicht so richtig los. Selbst zahlreiche dicke Knöchel, blaue Flecken, gezerrte Muskeln und ein Kreuzbandriss im vorletzten Jahr halten mich nicht fern. Klar, das ein oder andere mal ist man an dem Punkt, an dem man sich fragt, ob der viele Aufwand, die Zeit und Nerven (ein eine Choreo produzierender Frauenhaufen ist eine Herausforderung) die Sache noch Wert sind. Zumal von allen Seiten das obligatorische "Im Alter wirst du das in den Knochen spüren" kommt. Aber die schönen, stolzen und vor allem lustigen Momente überwiegen. Mein Hobby gibt mir die Möglichkeit, meine besten Freunde regelmäßig zu sehen und Teil einer größeren Sache zu sein. Von der Idee über die Musik und Choreo bis hin zum Kostüm entspringt alles unseren Ideen und wirren Gedanken.

Hattet ihr während der Schulzeit und vielleicht auch noch danach ein prägendes Hobby? Menschen sind ja verschieden und ich möchte mir nicht anmaßen einen richtigen Weg zu kennen. Mein Gefühl sagt aber, dass es wichtig und schön ist, eine Leidenschaft zu haben. Zum Ausgleich, für das Sozialverhalten und vor allem um zu lernen, sich durchzusetzen, ausdauernd zu sein, verlieren zu können, Ehrgeiz zu entwickeln. Ganz abgesehen davon, dass Bewegung nachweislich gut fürs Hirn ist. Und was hat man nicht immer für Spaß bei Übernachtungen in Jugendherbergen und Co gehabt. Bis heute kriegen wir Lachanfälle wie die Zwölfjährigen und gehen immer denselben Traditionen nach.

Schade ist nur, dass es für Vereine immer schwieriger wird, Mitglieder und vor allem freiwillige Helfer und Trainer zu finden. Man kann es ja verstehen - man muss wirklich mit viel Leidenschaft dabei sein, richtig engagiert ist kaum noch jemand und finanziell zahlt es sich sicher auch nicht in dem Maße aus. An dieser Stelle möchte ich gern ein Hoch auf all die Funktionäre (wie ich sie mit einem Augenzwinkern so gern nenne) loswerden und euch ermutigen, wieder in die Vereine dieser Welt einzusteigen. Häufig sind Hobbys sehr zeitaufwendig und machen nicht immer nur Spaß, dass was man aber zurück bekommt, ist die Sache häufig vielfach wert.

Die schicken Bilder hat Robert Strehler einmal mit uns gemacht und falls ihr neugierig geworden seid, könnt ihr euch hier ein paar Videos ansehen.